Schlagwort: Vermögen

  • Billige Waren, teure Lebenshaltung: Der Preis der Financialisierung

    Die Schere der Preisentwicklung

    Seit dem Jahr 2000 sind die Preise für Fernseher um 98 Prozent gesunken. Die Preise für Spielzeug fielen um 74 Prozent, für Software um 73 Prozent. Doch alles, was sich nicht aus China importieren ließ, entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Deshalb stiegen die Wohnkosten um 111 Prozent. Für Kinderbetreuung fielen 159 Prozent mehr Kosten an, für Studiengebühren fast 200 Prozent und für Krankenhausleistungen sogar 281 Prozent.

    Der Handel: Konsumwahl gegen Industriebasis

    Dieser Preisanstieg ist das Resultat eines historischen Kompromisses. Die amerikanische Wirtschaft wurde von innen ausgehöhlt, während die Vermögensbesitzer auf dem Papier wohlhabender wurden. Den Verbrauchern wurde eine unbegrenzte Auswahl an billigen Konsumgütern geboten. Im Gegenzug gab die Nation ihre industrielle Basis sowie die gut bezahlten Arbeitsplätze auf, die es früher ermöglichten, mit einem einzigen Einkommen ein Haus zu erwerben.

    Die Folgen einer financialisierten Wirtschaft

    Das ist das unvermeidliche Resultat für ein Imperium, das seine Wirtschaft über fast 100 Jahre hinweg financialisiert hat.