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  • Hamiltons Meisterplan: Wie Zölle und Subventionen die USA zur Wirtschaftsmacht machten

    Die Ausgangslage der jungen Nation

    Als Alexander Hamilton, der erste Finanzminister der Vereinigten Staaten, vor den Kongress trat, legte er einen Plan vor, der auf seinem Bericht über die Herstellerindustrie basierte. Dieser Bericht setzte den Standard für die wirtschaftliche Ausrichtung der USA für die nächsten 150 Jahre. Zu dieser Zeit waren die USA im Grunde ein Startup-Land. Das Land hatte etwa vier Millionen Einwohner, von denen die meisten Bauern waren, und es gab praktisch keine Fabriken. Fast alles, was hergestellt wurde – wie Werkzeuge und Waffen –, wurde aus dem britischen Empire importiert. Dies war dasselbe Empire, von dem sich die USA gerade durch einen Krieg losgelöst hatten.

    Hamiltons wirtschaftliche Vision

    Hamilton entwickelte seinen Plan mit der klaren Überzeugung: Eine Nation, die nicht in der Lage ist, die Dinge herzustellen, die sie benötigt, ist keine tatsächlich unabhängige Nation. Es spielt keine Rolle, was die Verfassung besagt. Wenn die Wirtschaft von einem Gegner abhängig ist, ist man immer noch eine Kolonie, nur mit zusätzlichen Zwischenschritten.

    Der zweiteilige Wirtschaftsplan

    Seine Lösung bestand aus einem zweiteiligen Plan. Der erste Teil umfasste Zölle oder Steuern auf ausländische Waren. Der zweite Teil beinhaltete Subventionen für die amerikanische Industrie. Die Idee war es, junge amerikanische Unternehmen, die er als «Infant Industries» bezeichnete, zu schützen, bis sie groß und effizient genug waren, um mit jedem Konkurrenten auf der Welt zu konkurrieren.

    Aufstieg zur globalen Industrienation

    Dieser Ansatz wurde zum wirtschaftlichen Betriebssystem der USA für etwa 150 Jahre. Durch die konsequente Anwendung dieses Masterplans im gesamten 19. Jahrhundert schafften es die USA, sich von einem Land der Bauern ohne Fabriken zur größten Industrienation der Welt zu entwickeln. Dies ist ein Kernstück der hamiltonischen Ökonomie, die Länder reich und mächtig macht. Unvermeidlich hat dieser Plan jedoch in der Geschichte immer wieder zur Zerstörung von Imperien geführt, sobald ein anderes Land aufstieg und die Macht übernahm.

  • Das Ende der US-Tech-Dominanz: Wie die Welt nach Alternativen sucht

    Die Grundlage des US-Aktienmarktes

    Der gesamte US-Aktienmarkt – einschließlich privater Altersvorsorge, Indexfonds und Rentenwerte – beruht auf einer Erzählung, die sich dem Ende zuzuneigen droht. Bisherige Bewertungen basieren auf der Annahme, dass amerikanische Unternehmen auf unbestimmte Zeit Billionen an Gewinnen erzielen werden, da die Welt gezwungen sei, US-amerikanische Technologie zu nutzen.

    Europas Abkehr von US-Technologie

    Diese Dynamik verliert jedoch an Fahrt. Frankreich hat die Zusammenarbeit mit Palantir beendet. Deutschland hat sich bereits abgewendet, Spanien hat seine Unternehmen angewiesen, keine neuen Verträge mehr zu unterzeichnen, und auch Großbritannien zieht offenbar nach. Der Grund dafür ist simpel: Die Welt hat erkannt, dass sie eine Wahl hat – und diese Alternative ist siebenundeinhalb Mal günstiger.

    KI-Investitionen im globalen Vergleich

    Gleichzeitig investiert Amerika jährlich eine Billion Dollar in den Aufbau von Künstlicher Intelligenz, was etwa 3 Prozent der gesamten US-Wirtschaft entspricht. China hingegen gibt nur einen Bruchteil dieses Betrags aus und stellt die Technologie nahezu kostenlos zur Verfügung.