Rekord-Margin-Schulden: Die extreme Verschuldung der US-Börsen

Höchster Stand aller Zeiten

Im Juni 2026 erreichte die US-Margin-Verschuldung rund 4,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Dies ist der höchste jemals in der amerikanischen Geschichte verzeichnete Wert. Er liegt deutlich über den Niveaus der Dotcom-Blase, des Jahres 2007 und der Meme-Aktien-Blase von 2021. Diese im Lauf der vergangenen Woche veröffentlichte Juni-Zahl stellt den höchsten Marginschulden-Wert aller Zeiten dar.

Verzerrte Statistiken

Die tatsächliche Verschuldung dürfte jedoch noch deutlich höher ausfallen. Die offiziellen Daten erfassen lediglich eine Art von Kreditnahme: traditionelle Margin-Kredite bei Depotkonten. Moderne Hebelinstrumente wie gehebelte ETFs, Optionen, Portfolio-Margins und Private Credit bleiben in der offiziellen Statistik unberücksichtigt.

Hebelprodukte und Casino-Effekt

Die gehebelten ETFs, die bei koreanischen Anlegern zu massiven Verlusten führten, entsprechen denselben Produkten, die mit Hunderten Milliarden Dollar gehandelt werden. Dazu gehören auch 2x-Fonds auf Einzelaktien wie Nvidia und Tesla. Zudem existieren Nulltage-Optionen, bei denen auf die Kursentwicklung des Aktienmarktes in den nächsten Stunden spekuliert wird. Diese Produkte werden in Rekordvolumina gehandelt, wodurch sich der Aktienmarkt mittlerweile in ein regelrechtes Casino verwandelt hat.

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Die offiziellen Zahlen stellen somit nur die Untergrenze der im System vorhandenen Verschuldung dar. In der Realität ist der Hebel wahrscheinlich wesentlich höher.

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