Anhaltende Goldkäufe der Zentralbanken
Zentralbanken und Staaten kaufen in großem Umfang Gold. Die People’s Bank of China beispielsweise erwirbt seit 20 aufeinanderfolgenden Monaten Gold, einschließlich ihres größten Kaufs seit fast drei Jahren, als der Preis um 30 Prozent fiel. Diese Zentralbank ist nicht an kurzfristigen Gewinnen interessiert, sondern akkumuliert einen Vermögenswert, der ihrer Meinung nach in Zukunft eine dominierende Rolle spielen wird.
Die weltweiten Zentralbanken als Gruppe kaufen seit drei Jahren in Folge jeweils etwa tausend Tonnen Gold pro Jahr. Das ist etwa doppelt so viel wie im vorherigen Jahrzehnt. Auch Länder wie Polen, Usbekistan, Kasachstan und China sind aktiv. Gleichzeitig gibt es kaum noch Verkäufer.
Chinas Strategie der «Depaperisierung»
Wenn Gold als neutraler Reservewert dienen soll, ist ein Überhang an Papierforderungen, der den Preis des realen Metalls drückt, hinderlich. China strebt offenbar danach, dass Bürger reales physisches Gold halten – Münzen, Barren oder durch physisches Gold gedeckte ETFs. Es scheint, als entledige sich China der Papierform von Gold vor einer möglichen Neubewertung.
Rekord-Exporte der USA nach China
Parallel zu diesen Entwicklungen verzeichnen die US-Goldexporte einen historischen Anstieg. Die Exporte von nicht-monetärem Gold steigen seit dem vierten Quartal des vergangenen Jahres – kurz nach einem Treffen von US- und chinesischen Beamten – auf Rekordniveau. Dies bedeutet, dass die Vereinigten Staaten derzeit in Rekordmengen Gold nach China exportieren.
